TransBIB
18 Projektpartner bündeln im bundesweiten Förderprojekt TransBIB ihre Kompetenzen. Ihr Ziel: Deutschlands Transformation zur industriellen Bioökonomie beschleunigen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit 5,6 Mio. EUR gefördert.
Das Konzept der Bioökonomie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Rohstoffen zu verringern und stattdessen auf biologische, erneuerbare Ressourcen sowie biogene Reststoffe zu setzen. Der Ansatz verbindet ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Wachstum. Hierbei spielen Innovationen in den Bereichen Biotechnologie, grüne Chemie und nachhaltige Ressourcennutzung eine wichtige Rolle.
Der Transfer von bioökonomischen Entwicklungen aus den Forschungslaboren in die industrielle Produktion verläuft jedoch nur sehr schleppend. Schon heute stehen in Deutschland vielversprechende bioökonomische Lösungen zur Verfügung, häufig jedoch nicht in der nötigen Anwendungsreife für die industrielle Produktion. Biotechnologische Innovationen die erfolgreich im Labor entwickelt wurden, müssen erst in einer industrieorientierten Umgebung validiert werden, bevor die Produktion skaliert und eine Marktakzeptanz mit entsprechender Investitionsbereitschaft erzeugt werden kann. Da eine hierfür notwendige Testumgebung bspw. der Bau von Demonstrationsanlagen sehr kostenintensiv und mit technischen, sowie regulatorischen Herausforderungen verbunden ist, möchte TransBIB hier ansetzen.
Ziel des bundesweiten Förderprojekts TransBIB ist es, den Transfer und die Skalierung bioökonomischer Innovationen zu beschleunigen:
✔ Deutschlandweit Bioökonomie-Akteure „bottom-up“ vernetzen
Das TransBIB Transfernetzwerk verknüpft die Kompetenzregionen der industriellen Bioökonomie und bündelt Expertise in Forschung, Industrie und Politik, um skalierbare Technologien der Bioökonomie „bottom-up“ schneller für die Industrie zugänglich zu machen. TransBIB bildet den nationalen Rahmen zur Beschleunigung der Bioökonomie und fördert aktiv die Zusammenarbeit mit den für Bioökonomie zuständigen Landesministerien unter Einbeziehung des Bioökonomierats der Bundesregierung.
Kernaufgaben von TransBIB
- One-Stop-Shop Bioökonomie: Aufbau einer zentralen Plattform mit allen relevanten Informationen, um bioökonomische Produkte und Verfahren schneller in die Industrie zu bringen.
- Matching-Plattform: Eine Platfform welche bei der Entwicklung neuer biobasierter Wertschöpfungsketten hilft und dadurch digitale Erfassung und Vernetzung von Stoffströmen fördert
- Skalierung & Wissenstransfer: Bündelung von verstreutem Wissen durch eine deutschlandweite Erhebung von Industriestandorten und Datenbanken.
- Kompetenzpool: Aufbau einer Experten-Datenbank für gezielten Zugang zu Fachwissen rund um die Bioökonomie.
- Regulierung & Zertifizierung: Unterstützung von Unternehmen beim Zugang zu regulatorischen Fragen und Erarbeitung von Vorschlägen zur Vereinfachung von Zertifizierungen.
- Fachkräftesicherung: Entwicklung neuer Schulungskonzepte, um die Fachkräfte von morgen für biobasierte und zirkuläre Systeme fit zu machen.
- Analysen & Auswertungen: Bereitstellung von Auswertungen und Studien, um Industrieunternehmen fundierte Einblicke in aktuelle Forschung und Trends zu geben.
TransBIB schafft so eine zentrale Anlaufstelle, die den Wandel zu einer biobasierten Wirtschaft in Deutschland aktiv unterstützt und beschleunigt.
Gefördert wird das Projekt „TransBIB“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung der Nutzung und des Baus von Demonstrationsanlagen und von Beispielregionen für die industrielle Bioökonomie“ mit insgesamt über 5.6 Mio EUR. Projektträger ist die VDI Technologiezentrum GmbH. Die erste Förderperiode läuft 36 Monate von Oktober 2023 bis September 2026. Das TransBIB-Konsortium besteht aus 14 Partnerorganisationen, darunter Hochschulen, Forschungsinstitute, Innovationscluster und Regionalentwicklungsgesellschaften sowie weiteren assoziierten Partnern und Unterauftragnehmern.
Weitere Informationen unter www.transbib.de
Rückblick TransBIB-Symposium 2025
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