veröffentlicht am 06.06.2025

Bioökonomiestrategie für die Metropolregion Rhein-Neckar (KommBÖ4MRN)

  • Nachhaltigkeit
  • Innovation
Bioökonomiestrategie für die Metropolregion Rhein-Neckar (KommBÖ4MRN)

Im Jahr 2020 wurde die Bioökonomie als Handlungsfeld für eine nachhaltige Zukunft in der Metropolregion Rhein-Neckar benannt und im regionalen Entwicklungskonzept im Bereich Green Tech verankert. Gemeinsam mit regionalen Partnern entstand daraufhin die Bioökonomiestrategie „In Kreisläufen denken – Gemeinsam für mehr Wertschöpfung in der MRN“, gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Die schrittweise Umsetzung dieser Strategie wird durch den Think Tank „Bioökonomie in der MRN“ sowie eine Fachgruppe im Cluster „Energie & Umwelt“ begleitet.

Projektziele

  • Entwicklung einer umfassenden Bioökonomiestrategie und einer Roadmap für die MRN, basierend auf einer Potenzialanalyse der Region.
  • Umsetzung erster Maßnahmen zur Förderung der Bioökonomie.

Projektergebnisse

Die Strategie konzentriert sich auf drei Hauptthemen:

  • Restbiomasse zur stofflichen Nutzung: Förderung der Nutzung von biogenen Reststoffen zur Schaffung neuer Wertschöpfungsketten.
  • CO2-Recycling: Nutzung von CO2 als Rohstoff in verschiedenen Verwertungsprozessen.
  • Urban Mining: Wiedergewinnung von Rohstoffen aus (städtischen) Abfällen.

Zu den zentralen Handlungsfeldern der Strategie gehören:

  • Reststoffangebot und Nutzungspotenziale: Schaffung von Transparenz über das Angebot an biogenen Reststoffen und Förderung ihrer Nutzung.
  • Marktnachfrage und ökonomisches Potenzial: Stärkung des Wissens- und Technologietransfers zur Förderung der Wirtschaftlichkeit biobasierter Produkte.
  • Politische und rechtliche Rahmenbedingungen: Abbau regulatorischer Hürden für die stoffliche Verwertung von Reststoffen.
  • Information und Wissenstransfer: Sensibilisierung der Öffentlichkeit und lokale Akteure durch Öffentlichkeitsarbeit, Best-Practice-Beispiele und Veranstaltungen.

Ein Pilotprojekt mit dem Titel „Upcycling statt Abflussrohr“ in Haßmersheim zeigt erste praktische Ergebnisse der Bioökonomiestrategie. Weitere Maßnahmen, wie z.B. die Kick-Off-Veranstaltung, eine Roadshow und ein Hackathon, tragen dazu bei, die Bioökonomie in der Region weiter zu verankern.

Verknüpfung mit bestehenden Strukturen

Die Bioökonomie in der MRN ist eng mit den bestehenden Strukturen des Clusters „Energie & Umwelt“ sowie des „Regionalen Innovationsmanagements“ verbunden. Durch diese Netzwerke wird der Wissens- und Technologietransfer organisiert und die Akteure der Region miteinander vernetzt. Öffentlichkeitsarbeit über Webseiten, Presse und Social-Media unterstützt die weitere Sensibilisierung.