EU-Förderung für den Oberrhein: Zwei grenzüberschreitende Projekte mit Beteiligung des Verbands Region Rhein-Neckar bewilligt
Am 9. Juli 2026 kam der Begleitausschuss des Programms Interreg Oberrhein in Neustadt an der Weinstraße zusammen und genehmigte 13 neue grenzüberschreitende Projekte. Diese werden mit insgesamt 19,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Damit unterstützt das Programm in der Förderperiode 2021–2027 nun insgesamt 98 Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Für den Verband Region Rhein-Neckar sind darunter zwei Projekte von besonderer Bedeutung: GeoTresOR und
eTruckCharge.
In beiden Vorhaben bringt der Verband Region Rhein-Neckar als Projektpartner seine fachliche und regionale Expertise in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein und nutzt seine regionalen Netzwerke zur Unterstützung der Projektkommunikation.
GeoTresOR: Vertrauen in die Tiefengeothermie stärken
Das Projekt GeoTresOR widmet sich der Tiefengeothermie am Oberrhein – einer Technologie, die einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen und verlässlichen Wärmeversorgung leisten kann. Ziel des Projekts ist es, das Wissen über die Tiefengeothermie verständlich aufzubereiten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dafür werden Daten, Fachwissen und Rückmeldungen aus der Bevölkerung grenzüberschreitend zusammengeführt. So sollen Vertrauen aufgebaut, verlässliche Informationen bereitgestellt und Missverständnisse bei künftigen Vorhaben im gesamten Oberrheingebiet vermieden werden. Das Projekt läuft vom 1. August 2026 bis zum 30. Juni 2029. Das förderfähige Gesamtvolumen beträgt rund 3,4 Millionen Euro, von denen 60 Prozent aus dem EFRE kofinanziert werden.
eTruckCharge: Grenzüberschreitendes Laden für Elektro-Lkw
Mit eTruckCharge entsteht ein Konzept für ein vernetztes System zum Laden von Elektro-Lkw im grenzüberschreitenden Verkehr. Bestehende Ladestationen in Unternehmen am Oberrhein sollen künftig gemeinsam nutzbar gemacht werden, ergänzt durch ein System zur Reservierung und zur Planung von Fahrten mit Elektro-Lkw – auch über die Grenzen hinweg. Auf diese Weise legt das Projekt die Grundlage für ein Netz, das das Laden direkt am Lieferort erleichtert und so besser planbare und emissionsärmere Transporte ermöglicht. Das Projekt läuft vom 2. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2029. Das förderfähige Gesamtvolumen beträgt rund 2,6 Millionen Euro, die zu 50 Prozent aus dem EFRE kofinanziert werden.
Bedeutung für die Region
Für den Verband Region Rhein-Neckar unterstreichen beide Bewilligungen den hohen Stellenwert der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein ist für die Metropolregion Rhein-Neckar von zentraler Bedeutung. Mit GeoTresOR und eTruckCharge treiben wir gemeinsam mit unseren Partnern zwei Themen voran, die für die Zukunft unserer Region entscheidend sind: eine verlässliche, klimafreundliche Energieversorgung und eine nachhaltige, vernetzte Mobilität. Dass beide Projekte nun bewilligt wurden, ist ein starkes Signal für die Innovationskraft und den Zusammenhalt in unserem Dreiländereck“, betont Ralph Schlusche, Verbandsdirektor des Verbands Region Rhein-Neckar.
Beide Projekte starten noch im Jahr 2026 und laufen bis 2029. Über die weiteren Entwicklungen wird der Verband Region Rhein-Neckar fortlaufend informieren.
Weitere Informationen zu den beiden Projekten und zum Programm Interreg Oberrhein finden Sie hier:
Projekt GeoTresOR: https://www.interreg-oberrhein.eu/projet/geotresor/
Projekt eTruckCharge: https://www.interreg-oberrhein.eu/projet/etruckcharge/
Programm Interreg Oberrhein: https://www.interreg-oberrhein.eu/
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